Montag, 20. Februar 2012

Cachebeurteilung: Favoriten oder Punktesystem?

Manchmal träume ich...

... dass es doch schön wäre, wenn man Caches zum Zwecke der Weiterempfehlung in gewisse Erlebnis-Kategorien einteilen könnte. Als zahlendes Mitglied von geocaching.com ist es ja möglich, Favoriten zu bestimmen. Alle 10 Caches einen. Leider kann man dabei keine Kriterien angeben, warum man diese Einschätzung abgibt.
Da jede Bewertung natürlich von subjektiven Ansprüchen bestimmt ist, ist das Schleifchensiegel nicht sonderlich aussagekräftig.

So wird ein 2/2er, der dem passionierten Bergsteiger, Taucher oder Kanuten "aus Versehen" unterkommt, nur ein müdes Lächeln abgewinnen. Wohingegen Sissicacher wie wir bei einem solchen Cache wegen einer damit verbundenen wundervollen Wanderung mit toll ausgesuchten Picknickplätzen, vorbei an friedlich grasenden Kühen und einem Kneipp-Tretbecken am Wegesrand in Euphorie ausbrechen.

Für den eher moderaten Cacher, der es entgegen dem ultimativen Kick der Wildwasserdurchquerung oder Klaustrophobie-auslösenden Felsspaltenerkundung bzw. munitions- oder anderweitig verseuchten Lost-Places-Erstürmung vorzieht, kleine Kirchen oder romantische Burgen zu besuchen, während er durch liebliche Auen und rauschende Wälder wandert, sieht selbstverständlich die Skala des Spaßempfindens andere Einteilungen vor.

Ein attributives Punktesystem von 0-5 innerhalb eines kurzen Fragenkatalogs könnte eventuell zu einer vergleichbaren Bewertung verhelfen. Am Ende entscheidet dann das arithmetische Mittel über den zu vergebenden Gesamt-Punkt je Cache.

Die zu beurteilenden Kriterien könnten sein (im Log kann man sich ja verbal noch näher über den Spaßfaktor auslassen) ;-):

  • D/T zutreffend?
  • Cachebeschreibung: insgesamt qualitativ (Story, Hintergrundinfo, klar formulierte Aufgabe o.ä.)
  • Cachebeschreibung: Angabe von Mindest-Equipment und/oder spezielle Warnungen
  • Attribute richtig angegeben? (Kindertauglichkeit, Erreichbarkeit usw.)
  • Angabe von Park-Koords?
  • Hint wirklich hilfreich? ("unter einer Wurzel" ist mitten im Wald eben NICHT hilfreich) ;-)  
  • Versteck: Muggelsicher? Originell? Dem "Difficulty" angemessen?
  • Versteck: TB-/Coin-geeignet?
  • Technik: Stimmen die Koords? Wenigstens halbwegs?
  • Wartung?
  •  ... Was noch?...

Die für jede Rubrik zu vergebenden Punkte würden beispielsweise bedeuten:

0 = grottenschlecht, furchtbar, völlig daneben, ätzend
1 = schwach, verärgernd, kläglich, enttäuschend
2 = leidlich, durchwachsen, öde, 08/15, geht so
3 = nett, vertretbar, zufriedenstellend, ordentlich
4 = fast perfekt, sehr gut, überdurchschnittlich
5 = super, ausgezeichnet, überragend, erstklassig, grandios, brillant

Da die verschiedenen Cacher"typen" vermutlich ohnehin schon im Vorfeld den Cache nach den ihnen wichtigen Kriterien auswählen (sicher sehr oft nach der D/T-Angabe und/oder der Cachebeschreibung), ist ein "Downvoten" wenn auch nicht ausgeschlossen, so doch kaum zu erwarten.
Ganz nebenbei können die Bewertungen nach verschiedenen Kriterien auch Empfehlungen für den Owner darstellen, das eine oder andere zu verbessern (falls er das SO nicht gewollt hatte). ;-)

Völlig klar ist, dass alle Bewertungen rein subjektiver Natur sind, doch tendenziell gesehen schon eine Aussagekraft besitzen. Gleichermaßen ist auch klar, dass man nach einem "anstrengenden" Cache-Tag nicht noch ewig mit Buchhaltung zubringen möchte. Trotzdem denke ich, dass mehr Klasse statt Masse die Mühe im Laufe der Zeit lohnen wird.

Zu überlegen wäre noch, wie wäre das umzusetzen und wo ist die Plattform zu finden ...

... an der Stelle wache ich dann für gewöhnlich aus meinem Traum auf.

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